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14.12.2010
Der Fuhrpark eines Spediteurs lässt meist mehr als 100.000 Kombinationen von Zugmaschinen, Aufliegen, Wechselbrücken usw. zu. Das macht es allerdings für die Disposition nicht leicht, alle Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen im Blick zu behalten.
Aufgabe eines guten Fuhrparkmanagements und Forderung vieler Speditionen ist, was im Stückgut längst als Standard gilt – Statusmeldungen über ihre Sendungen in Echtzeit. Dies erwarten Kunden heute auch im Ladungsverkehr. Das war Grund genug, Sattelzüge der Firma Ansorge mit einem Telematiksystem auszustatten, das direkt an das vorhandene Transportmangementsystem angeschlossen ist. Dieses System sollte die eigene Disposition unterstützen, einen zuverlässigen Austausch von Positions- und Speditionsdaten mit den Fahrern ermöglichen, Ladungssicherung verwalten und über eine Navigationsfunktion verfügen. Damit fiel die Entscheidung auf die Firma TIS, die für ihre Telematiklösung PSV3 mobile Handheld-Computer, Mobile Board Units (MBU), von Psion Teklogix nutzt.
Die Firma Ansorge begründet ihre Wahl dadurch, dass bei der Lösung die Kosten von 90 Euro pro Monat und Fahrzeug inkl. aller Kosten nicht überschritten wurden. Im Juli 2009 begann der Rollout der PSV3-Lösung. Mittlerweile erhalten alle Fahrer ihre Aufträge per Mobilfunk direkt aufs Display der MBU. Telefonische Übermittlungsfehler gehören somit der Vergangenheit an. Daten über Touren werden vom Disponent via PSV3-Server direkt auf das richtige Fahrzeug gesendet und durch den Fahrer bestätigt. Danach beginnt auch die Navigation, und das System meldet jeden aktuellen Auftragszustand an den Disponenten wie „Laden begonnen“ oder „Entladen beendet“.
Ebenso kann elektronisch die Verwaltung von Paletten oder Hilfsmitteln zur Ladungssicherung erfolgen. Auch Standzeiten bei den Kunden werden Minutengenau festgehalten. Zukünftig werden alle Behälter und Trailer mit Barcodes versehen, so dass beim Aufsatteln oder Tauschen von Zugmaschinen und Aufliegern usw. immer die aktuelle Kombination dokumentiert und durch PSV3 festgehalten wird. Des weiteren werden Informationen über Lenk- und Ruhezeiten über das Tacho-Online-Interface weitergegeben, damit der Disponent frühzeitig eingreifen und umdisponieren kann, wenn ungeplante kritische Bereiche des Zeitkontos eines Fahrers erreicht werden.
Im nächsten Schritt will die Firma Ansorge technische Daten des LKW über die FMS-Schnittstelle abrufen und dadurch den Dieselverbrauch und Verschleiß seiner Flotte zu optimieren.