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Bursped: Ein Gerät für alle Fälle

26.11.2011

Der CargoLine-Partner KG Bursped Speditions-GmbH & Co mit Sitz in Hamburg optimiert den Hallenumschlag im Sammelguteingang mit einer einzigartigen Scannerlösung von TIS mit integriertem Transponder: Schadensabwicklung und Videoüberwachung werden damit wesentlich vereinfacht.

Bursped

Der tägliche Hallenumschlag wird seit April 2011 durch eine erneuerte hocheffiziente Scanner- und Videoüberwachungslösung unterstützt. Damit kann jedes der täglich rund 5.000 Packstücke lückenlos verfolgt werden. Das System erleichtert darüber hinaus die Schadensabwicklung, auftretende Mängel können einfach nach einem standardisierten Prozess dokumentieren werden.

Zentrales Element bilden dabei die mobilen Datenerfassungsgeräte – kurz MDT – der TIS GmbH aus Bocholt. Die Scanner basieren auf Motorola-Geräten vom Typ MC95 mit integrierter Kamera. Die robuste Hardware wurde durch TIS um wesentliche Module ergänzt. Zu den Innovationen zählen ein Unterbaugehäuse für aktive Transponder und ein ergonomischer Pistolengriff. Beides wird seitens Motorola nicht angeboten. Damit wird das Gerät zum einzigen am Markt verfügbaren MDT, das über Scanner, Kamera, RFID-Erkennung und die in der Logistik geforderte Ergonomie verfügt. Von der technischen und handwerklichen Qualität der Speziallösung ist Klinghammer, Prokurist der KG Bursped Speditions-GmbH & Co, überzeugt: „Alles, was die Mitarbeiter von TIS in die Hardware integrieren, machen die sehr gut - da gibt es keine Ecken und Kanten.“

Erstmals bei Bursped eingesetzt wird auch ein von TIS entwickeltes Software-Modul, mit dem die technischen Möglichkeiten moderner Lagerscanner mit Terminal-Emulationen kombiniert werden können. Die schnelle, einfache und zuverlässige Dokumentation von Schäden war für Terminal-Emulationen bislang nicht möglich. Die bei Bursped realisierte TIS-Lösung für das Handheld Motorola MC95 hat dieses Problem gelöst.

Das Modul „Fotodokumentation“ ermöglicht dabei das gewohnte Arbeiten mit der Terminal-Emulation, während die neue TIS-Software im Hintergrund bereitsteht. Wird beim Be- oder Entladen ein Schaden festgestellt, kann der Mitarbeiter einfach per Tastendruck die Dokumentation starten. Dabei wird automatisch eine OCR-Software gestartet, die das aktuelle Display des MDT mit Sendungsnummer und Schadenscode in maschinenlesbare Zeichen umwandelt. Der Lagermitarbeiter bekommt über das große Farbdisplay der Motorola-Geräte genaue Angaben, was er zu tun hat. Dieser Prozess entspricht den hohen Qualitätsanforderungen von CargoLine, die von jedem Vorfall mindestens drei Bilder verlangen. Gefordert sind ein Detailfoto der Beschädigung, ein Bild des gesamten Packstücks sowie ein Foto des Etiketts.

Für die automatisierte Weiterverarbeitung werden den Fotos automatisch die benötigten Daten wie Sendungs- oder Packstücknummer zugeordnet. An diesem Vorgang ist ein weiteres von TIS entwickeltes Softwaremodul mit der Bezeichnung „Terminal-Process-Capturing“ beteiligt.

„Der vereinfachte Ablauf führte bei uns zu einer lückenlosen Dokumentation aller Schäden und zwei- bis dreimal so vielen Fotos“, sagt Klinghammer. Gegenüber den Versandspediteuren sei man dadurch in einer wesentlich besseren Position. „Wir schützen uns wirkungsvoll vor Regressforderungen“, so Klinghammer.

Während die Kamera ihre Vorteile bei der Schadensdokumentation ausspielt, ist der im MDT integrierte Transponder der Schlüssel für die Videoüberwachung. Hier vertraut Klinghammer auf eine Lösung von VLS (vormals Eseg). Die 40 MDT-Geräte kommunizieren via Transponder mit den 204 Kameras, die an den 138 Toren der 13.200 Quadratmeter großen Umschlaghalle montiert sind. Jeder Scan kann damit genau den Kameras zugeordnet werden, die sich während der Erfassung im RFID-Funkbereich des jeweiligen MDT befinden. Die Aufzeichnungen werden mit einem „digitalen Stempel“ versehen. Eine Schnittstelle zwischen Videosystem und Speditionssoftware liefert die entsprechenden Sendungsdaten. Der Transponder wird dabei von TIS ständig überwacht. Wenn einer der Tags ausfallen sollte, wird Klinghammer sofort informiert und kann eingreifen.

Die Eingabe einer Barcode- oder Sendungsnummer reicht aus, um den Moment der letzten Scannung als Filmsequenz zu zeigen. Ist der letzte Scan des gesuchten Packstücks gefunden, kann über den Bildschirm nachverfolgt werden, was mit dem Packstück passiert ist. Die Bilder können anschließend als Film oder als Einzelbilder aus dem System exportiert und beispielsweise an einen Partner oder Kunden verschickt werden, der nun gezielt nach der Sendung suchen kann, da er weiß, wie das Packstück ausgesehen hat und an welcher Stelle im Lkw es verladen war. Auch das Entladen ihres Lkw kann auf diese Weise am Monitor nachvollzogen werden. „Der Verlust einer gescannten Sendung ist mit dieser Technik so gut wie unmöglich“, sagt Klinghammer.

Durch die automatische Zuordnung der Schadensfotos zu den Sendungsnummern ist überdies ein aufwändiger Arbeits-Schritt weggefallen, der zuvor eine Halbtagskraft beschäftigte. „Allein dadurch spart das neue System rund 18.000 Euro pro Jahr“, bestätigt Klinghammer, der bereits 35 weitere Geräte für das Tochterunternehmen Köster + Hapke bestellt hat. Im nächsten Schritt soll die Lösung ausgebaut und auf Basis der aufgenommenen Schadensdaten automatisch PDF-Dokumente generiert und archiviert werden. TIS arbeitet schon daran.